Wie ich meinen Wirtschaftsfachwirt IHK im Fernstudium gemacht habe

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Lena Benner, Wirtschaftsfachwirt IHK

Nach dem Realschulabschluss begann ich eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Trotz der Unkenrufe, Lehrjahre seien keine Herrenjahre, war mein Ausbildungsunternehmen eine tolle Firma, die Kollegen und der Chef haben mich super unterstützt und nach der Ausbildung wurde ich auch direkt übernommen. Doch trotz des Glücks eines guten Arbeitgebers war die Tätigkeit als Industriekauffrau nicht wirklich erfüllend. Nach ein wenig Recherche und Rücksprache mit meinem Chef und der Familie entschloss ich mich für eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt im Fernstudium. Wie sich später herausstellte war es genau die richtige Entscheidung.


Mein Weg bis zur Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt

Meinen Realschulabschluss habe ich 2008 gemacht, als zumindest gefühlt nicht einzig und allein das Abitur etwas zählte. Mit meinen damals 16 Jahren sollte ich plötzlich entscheiden, wie mein weiterer Lebensweg aussehen sollte. Eltern, Freunde, Lehrer – selbst Leute, die man kaum kannte – redeten auf mich ein, manchmal mit guten, oft mit weniger guten Ratschlägen. Sollte ich weiter zur Schule gehen, gar auf die gymnasiale Oberstufe wechseln? Immerhin, mein Realschulabschluss war gerade noch gut genug dafür. Oder doch lieber einen Ausbildungsplatz suchen? Da stellte sich dann die Frage, welche Ausbildung ich machen wollte.

Ich wollte einfach Geld verdienen

Der Gedanke, weiter zur Oberstufe zu gehen, schreckte mich ab, während die Überlegung, eigenes Geld zu verdienen, sehr verlockend war. Damit war die Entscheidung für die Ausbildung gefallen. Zudem sollte es auch etwas mit Perspektive und einigermaßen ordentlichen Verdienstmöglichkeiten sein. Eine Ausbildung hin zur Arbeitslosigkeit erschien mir damals schon sinnlos. Einen Bürojob konnte ich mir gut vorstellen, es durfte auch ruhig etwas mit Zahlen sein. Obwohl ich relativ spät mit meinen Bewerbungen dran war, habe ich eine auf den ersten Blick interessante Firma gefunden, die mir auch gleich nach dem ersten Gespräch einen Ausbildungsplatz anbot. Industriekauffrau sollte es sein.

Somit ging es 2008 in die Ausbildung, drei Jahre später war ich ausgebildete Industriekauffrau und wurde von meinem Arbeitgeber in den „richtigen“ Job übernommen. Die tollen Kollegen und ein guter Chef haben mir die Sache auch einfacher gemacht. Nach kurzer Zeit wurde mir allerdings klar, dass mir die Tätigkeiten als Industriekauffrau zwar Spaß machten, das Ganze mir aber irgendwie zu wenig war. Betriebsinterne Fortbildungen haben meine Kenntnisse zwar erweitert, aber wirklich Abhilfe gegen dieses Gefühl haben sie nicht geschaffen. In meiner Freizeit begann ich zu recherchieren, welche Möglichkeiten ich als Industriekauffrau hatte, mich noch weiterzubilden. Wieder zurück zur Schule und den langen Weg über Abitur und dann Studium, das war für mich ausgeschlossen. Dafür war auch mein Privatleben viel zu weit vorangeschritten. Wobei studieren mich schon reizte.

Keine Lust mich jeden Abend in die Abendschule zu quälen

Schließlich fand ich die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt – der genau richtige nächste Schritt auf meinem Weg. Ist dieser geschafft, konnte ich immer noch weitergehen, wenn ich wollte. So viel hatte ich herausgefunden. Nach Feierabend oder am Wochenende wollte ich aber nicht noch irgendwo hinreisen und mir einen Dozenten anhören. Die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt im Fernstudium schien mir da die für mich ideale Möglichkeit zu sein. Ich druckte alles aus und sprach mit meinem Chef – der war von der Idee nicht nur sehr angetan, sondern versprach auch finanzielle Unterstützung für die Weiterbildung. Besser hätte es fast nicht laufen können. Ich habe mich kurz darauf zum Fernstudium angemeldet.

Meine Erfahrungen mit der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt im Fernstudium

Dass ich die richtige Wahl mit der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt im Fernstudium getroffen hatte, stellte sich ziemlich schnell heraus. Mit der Menge an Unterrichtsmaterialien musste ich erst einmal zurechtkommen, doch den Dreh hatte ich schnell raus. Sowohl die Studienhefte in Printform als auch die Vielzahl an digitalen Lernmaterialien waren ausgesprochen gut aufbereitet, sodass man sich schnell einfinden konnte. Zusätzlich wurden Webinare angeboten, in denen man sich die Unterrichtsinhalte zu bestimmten Themen noch einmal von einem Dozenten erklären lassen konnte. Überhaupt war die Kommunikation mit den Dozenten per Mail oder über die Online-Plattform problemlos und immer zügig.

Selbst mein Freund musste nicht allzu sehr leiden.

Ich konnte so meine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt in meinem Tempo angehen, mir ein Webinar auf dem Tablet anschauen, wenn es sich anbot, eine Unterrichtseinheit durchackern, wenn der Freund seinen Hobbys frönte oder sich mit den Kumpels traf. Die eigenen Hobbys litten ein wenig in dieser Zeit, aber das Treffen mit Freunden oder der Familie musste nicht allzu oft ausfallen. Es war manchmal eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bekommen, aber die Flexibilität, die man im Fernstudium genießt, erlaubt das Einbauen der Weiterbildung in den Alltag. Gleichzeitig habe ich zum ersten Mal wirklich Selbstorganisation und Zeitmanagement gelernt – selbst mein Freund musste nicht allzu sehr in der Zeit leiden.

So habe ich es auch tatsächlich geschafft, die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt im Fernstudium knapp unterhalb der Regelstudienzeit zu absolvieren. Als es an die Abschlussprüfungen an der IHK ging, wurde es zeitlich dann doch ein bisschen stressiger, aber auch hier hat mir mein Arbeitgeber weitergeholfen. Mit Urlaub und Bildungsurlaub konnte ich mir bequem die Zeit zum intensiven Lernen nehmen. Die Prüfungen habe ich dann auch ganz ordentlich geschafft, der Abschluss als Wirtschaftsfachwirt ist in der Tasche.

Wichtig: Für alle die mich gefragt haben bei welcher Fernuni ich war. Ich habe mich damals für den Kurs am ILS entschieden. Aber auch die SGD Darmstadt genießt einen super Ruf. Schaut euch kam besten beide Fernunis in Ruhe an:

Was nach dem Abschluss als Wirtschaftsfachwirt folgte

Mein Arbeitgeber wusste schnell meine neue Expertise zu schätzen, und auch meine neu gewonnenen Kenntnisse in Selbstorganisation und Zeitmanagement wusste ich einzubringen. Kurz nach dem Abschluss ging es den nächsten Schritt die Karriereleiter rauf, die Gehaltserhöhung habe ich natürlich auch gerne mitgenommen.

Meine neue Position gefällt mir ausgesprochen gut, aber so langsam bekommen ich wieder das Gefühl, ich könnte noch mehr. Und auch mein Chef, immer noch der gleiche, deutet bereits an, ob ich nicht noch etwas draufsatteln möchte. Mit dem Wirtschaftsfachwirt ist beispielsweise ein BWL-Studium an der Hochschule möglich. Ich habe diesbezüglich wieder angefangen, nachzuforschen. Natürlich soll es dann wieder im Fernstudium sein.

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